Lausige Zeit’n

humorvoll durchschreit’n!

„Es saß einmal ein Mädchen

zart wie ein Spinnwebfädchen,

hingehaucht und sehr ästhetisch

an einem Biedermeier-Teetisch.“

Da könnten Bildungsjongleure auf die Idee kommen, das habe vielleicht von ferne irgendwie mit dem Duft jenes Teegebäcks zu tun, das Marcel Prousts Roman „A la recherche du temps perdu“ auf dem Erinnerungssektor gleichsam eine Hauptrolle spielt. Oder eine(r) sagt: „Ich glaube, ich meine, das ist doch vom Heine?“

Aber in beiden Fällen falsch geraten. Denn das Gedicht stammt von Heiner Graf aus Grafrath und ist dem neuen Büchlein des Autors entnommen: „Lausige Zeit’n – humorvoll durchschreit’n“; … Und weil Heiner Graf, Jahrgang 1950 ein Bayer aus dem Landkreis Landsberg ist, lässt er das Gedichterl nicht irgendwie pariserisch ausklingen, sondern weiß-blau: Besagtes Mädchen – Ästhetik hin oder her – nippt nämlich

„weder an einer Tasse Tee,

noch an einer Tasse Kaffee,

sondern – und ich gönnte es ihr –

an einer frischen Halben Bier“.

Süddeutsche Zeitung

1. Auflage: 1994 Preis: 12,80 €

1. Auflage: 1994 Preis: 12,80 €

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